Praxis für Ergotherapie
Mirco Reineke

Hier erfahren Sie näheres über verschiedene Bereiche der Ergotherapie, z.B. über den Einsatz in der Pädiatrie, der Orthopädie, der Rheumatologie, der Neurologie oder der Geriatrie.

Ergotherapie in der Praxis

In der ergotherapeutischen Praxis werden Patienten aller Altersstufen vom Säugling bis zum alten Menschen mit Krankheitsbildern aus folgenden Bereichen behandelt:

-         Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems 

-         z.B. Rheuma, Z.n. Fraktur, Operation oder Amputation, Muskelerkrankungen

-         Erkrankungen des ZNS und der Sinnesorgane

-         z.B. Entwicklungsstörungen, Schädelhirntrauma, Schlaganfall

-         Schädigungen des Rückenmarkes und der peripheren Nerven

-         Querschnittlähmungen

-         Psychische Störungen

-         z.B. Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Demenz

Die Ziele:

Bei der Behandlung stehen je nach Krankheitsbild die Entwicklung, Verbesserung, Wiederherstellung oder der Erhalt folgender Funktionen und Fähigkeiten im Vordergrund:

Selbständigkeit in der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung / Körperliche Beweglichkeit u. Manuelle Geschicklichkeit / Umsetzung u. Integration von Sinneswahrnehmungen u.  Körperwahrnehmung / Belastungsfähigkeit u. Ausdauer / Situationsgerechtes Verhalten / kognitive Funktionen u. Fähigkeiten.

 

Ergotherapie in der Pädiatrie

ist bei allen Kindern vom Säuglings- bis ins Jugendalter angezeigt, wenn ihre Entwicklung verzögert ist, ihre Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder sie von Behinderung bedroht oder betroffen sind.

Dies ist u.a. der Fall bei:

-         Störungen des Bewegungsablaufs infolge von Hirnschädigungen

-         Störungen des Bewegungsablaufs im Zusammenhang mit Wahrnehmungsdefiziten (Sensorische Integration, Dyspraxie, Koordinationsstörung)

-         Sinnesbehinderungen

-         Beeinträchtigungen der kognitiven Entwicklung im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen (visuelle und auditive, Teilleistungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen)

-         Störungen der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit

-         psychische Erkrankungen z.B. Verhaltensstörungen

-         Lern- und geistige Behinderungen

Therapieprinzipien und Methoden

Die Ergotherapie arbeitet stets mit der Motivation des Kindes, die angebotenen Aktivitäten sollen dem Kind sinn- und freudvolles selbständiges Handeln ermöglichen.

Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen emotionalen, geistigen und körperlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten, Störungen und Defiziten.

 

Ergotherapie in der Neurologie

In der Neurologie werden Erkrankungen des zentralen Nervensystems z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittlähmungen oder Multiple Sklerose behandelt. Diese weisen in der Regel komplexe Störungsbilder auf.

Eine ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet:

-         Aufbau, Erhalt und Förderung physiologischer/funktioneller Bewegungen und Fertigkeiten z.B. Koordination, Grob- und Feinmotorik, sensorische Wahrnehmung

-         Entwicklung und Förderung der sozio-emotionalen Fähigkeiten u.a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Antriebsminderung, der Entwicklung eines Störungsbewußtseins, der Affekte oder der Kommunikation

-         Ausgleich und Verminderung der Folgen von neuropsychologischen Defiziten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis

-         Anregung zu mehr Eigenständigkeit und Initiative sowie die Anpassung an die Realität

-         Erarbeiten von Handlungskompetenzen im Hinblick auf eine persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit z.B. Training von Alltagsaktivitäten

 

Ergotherapie in der Orthopädie, Traumatologie, Rheumatologie

In diesem Fachbereich werden Erkrankungen wie z.B. Verletzungen der Knochen, Muskeln und Sehnen und der Nerven vor allem der Arme und des Rumpfes / Tumoren der Knochen, Muskeln oder Nerven / entzündliche Gelenkerkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis / Verbrennungen / angeborene oder erworbene Fehlbildungen des Rumpfes, der Arme und Hände, Abnutzerscheinungen und Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer Gelenke behandelt.

Die Beweglichkeit soll wieder hergestellt, die Muskulatur gekräftigt und die Geschicklichkeit und Koordination beider Hände und der einzelnen Finger normalisiert werden. In der Ergotherapie soll der Patient lernen, seine Kräfte zu nutzen und durch veränderte Verhaltensweisen und Arbeitsabläufe eine bleibende Behinderung zu kompensieren.

Ergotherapeutische Behandlung:

-         Übungen zur Beweglichkeit, Muskelkraft, Ausdauer, Belastbarkeit und Sensibilität

-         Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit

-         Training von Gelenkschutz

-         Abhärtung von Amputationsstümpfen und Training mit Prothese

-         Hilfsmittelberatung

 

Ergotherapie in der Geriatrie

Der alte Mensch, der in die Ergotherapie kommt, weist häufig das komplexe Bild der Mehrfacherkrankungen -Multimobidität- auf.

Häufige Diagnosen sind:

-         Schlaganfall, M. Parkinson, Multiple Sklerose

-         Demenz

-         rheumatische Erkrankungen des Muskel- u. Skelettsystems

-         Z.n. Frakturen, Amputationen und Tumorentfernung

-         Depression, Psychose und Neurose

Um dem Ziel des alten Menschen nach größtmöglicher Selbständigkeit entgegen zukommen, ist es notwendig, verloren gegangene Funktionen wieder aufzubauen und vorhandene Fähigkeiten zu erhalten.

Ergotherapeutische Behandlung:

-         Verbesserung und Erhalt der motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit

-         Verbesserung und Erhalt von sensorische Fähigkeiten

-         Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten, z.B. für bessere Orientierung und Aufmerksamkeit

 Wärmetherapie wird in der Ergotherapie meist zur Vorbereitung der aktiven Behandlungsverfahren eingesetzt.

-         Verbesserte Dehnbarkeit von Bindegewebe

-         Abnahme der Gelenksteifigkeit

-         Muskeltonussenkung

-         Schmerzhemmung

-         Durchblutungssteigerung

Einsatz bei chronisch degenerativen Prozessen wie z.B.

-         Chronisch schmerzhafte Prozesse

-         Chronisch entzündliche Prozesse

-         Degenerative Prozesse

-         Arthrosen

-         Hypertonus

-         Muskelverkürzungen

 Ergotherapeutische Behandlung:

-         Verbesserung und Erhalt der motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit

-         Verbesserung und Erhalt von sensorische Fähigkeiten

-        Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten, z.B. für bessere Orientierung und Aufmerksamkeit

Praxis für Ergotherapie Mirco Reineke 

Itterbecker Straße 23

49843 Uelsen

Tel.: 05942 - 989 395

FAX: 05942 - 989 397

E-Mail: info@ergo-uelsen.de